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Sonntag, den 24.03.2019
Oculi
Rundkirche "Zum Friedefürsten"
09.30 Uhr
Bläsergottesdienst

Unsere Gottesdienste (Übersicht)


Öffnungszeiten der Rundkirche

1.Mai bis zu den Herbstferien:

Montag bis Samstag 10 - 12 Uhr
und 14 - 16 Uhr.

Im Winterhalbjahr (außer Winterferien in Sachsen) geschlossen!

Winterferien: 11-12 u. 14-15 Uhr

Außerhalb der Öffnungszeiten
ist rechtzeitige Anmeldung
erforderlich.

Für größere Gruppen bitten wir
auch sonst um Voranmeldung.

Geschichte der Rundkirche "Zum Friedefürsten"

Die Klingenthaler Rundkirche „Zum Friedefürsten" dient der evangelischen Gemeinde als Versammlungsstätte. In ihr finden regelmäßig die Gottesdienste, Taufen, Trauungen und Einsegnungen, aber auch Konzerte und manchmal Ausstellungen statt. Durch den regelmäßigen 8-eckigen Grundriss kommt ein wichtiger biblischer Aspekt des Christseins zum Ausdruck - die Gemeinschaft aller an Jesus Glaubenden. So versammelt sich die Gemeinde um den zentralen Kanzelaltar, von dem her sie das Wort Gottes, das Abendmahl und den Segen empfängt. In ihrer Art ist unsere Kirche nach der Frauenkirche in Dresden die größte, zumindest in Sachsen. Zwei kleinere „Geschwister" stehen noch in Carlsfeld und Seiffen im Erzgebirge.

Der Name des Baumeisters ist eigenartigerweise in keinem Aktenstück erwähnt, von daher unbekannt. Genannt werden aber der Maurermeister Paul Gerbeth aus Gopplasgrün, der Zimmermeister Adam Kanzel aus Thomeck und der Steinhauer Christian Wolf.

Der barocke Kanzelaltar, ganz aus Holz, wurde von Bildhauer Zimmermann aus Schönbach in Böhmen gefertigt. Er stellt ein Bekenntnis zur Dreieinigkeitslehre dar. Gekrönt ist der Aufbau mit einem im Strahlenkranz befindlichen Dreieck, das die Trinität symbolisieren soll. In ihm steht der hebräische Gottesname JHWH - Jahwe (d.h. „Ich bin der ich bin" oder „Ich bin für euch da" - in der Lutherbibel Mit HERR wiedergegeben) geschrieben.
Darunter sehen wir Jesus Christus, Gottes , Sohn, der nach seiner Auferstehung zu Gott, seinem himmlischen Vater zurückkehrt. In der linken Hand hält er die Fahne als Zeichen seines Sieges, mit der rechten segnet er die zurückbleibenden Jünger.
An Jesu vorherigen Kreuzestod - zusammen mit seiner Auferstehung das Zentrum des christlichen Glaubens - erinnert ;r das Kruzifix auf dem Altartisch. Der Gekreuzigte ist in besonderer eise gegenwärtig in der Feier des Abendmahles.
Dessen Einsetzung zeigt das Altarbild älteren Datums. Der Apostel Johannes: ist hier als Kind dargestellt, dafür sitzt der Maler selbst unter den Jüngern, so dass man insgesamt 13 Apostel zählt.

Unter dem Baldachin über der Kanzel sehen wir schließlich die Taube als Symbol für den Heiligen Geist. Der Geist Gottes befähigt Menschen, das Wort Gottes zu hören und weiterzusagen sowie Gottes Werke zu tun. Er hat die Schreiber der Bibel inspiriert und möchte heute bei der Verkündigung wirken.

Aber nicht nur die Lehre der Dreieinigkeit, sondern auch die Einheit von Altem und Neuem Testament wird von unserem Altar repräsentiert. Schon der hebräische Gottesname weist darauf hin. Und: Neben der linken Kanzelsäule steht Mose mit den 2 Tafeln der 10 Gebote. (Die sonderbare Darstellung mit Hörnern beruht auf einer Fehlübersetzung der Vulgata (lateinische Bibelübersetzung) von 2. Mose 34,29 und 35, wo berichtet wird, dass die Haut von Moses Angesicht durch die Gottesbegegnung glänzte und leuchtete.) Rechts sehen wir dessen Bruder, den Priester Aaron mit einem Räuchergefäß und seinem Wunderstab
(vgl. 4. Mose 17).

Die Putten (Kinderengel) entsprechen barockem Zeitgeschmack, nicht biblischen Beschreibungen. Dennoch weisen sie auf die Anwesenheit der unsichtbaren Welt hin, die in der Bibel immer wieder bezeugt wird.
Gold als Material für den Bau des Allerheiligsten im Alten Testament und Bestandteil des himmlischen Jerusalem spricht von der Herrlichkeit und der Gegenwart Gottes, die blaue Farbe repräsentiert den Himmel. Wo Jesus .. Christus bzw. Gottes Geist gegenwärtig ist, reicht der Himmel bis auf die Erde, auch das macht der Altar deutlich.
Ausführliche Beschreibung des Altars

Das vermutlich älteste erhaltene Kunstwerk ist ein Kruzifix, das wohl die böhmischen Exulanten in ihre neue Heimat mitbrachten. Es befindet sich heute dem Altar gegenüber, oberhalb des Gedenkbuches der im 2. Weltkrieg Gefallenen.

Bemerkenswert ist auch der aus dem 18. Jahrhundert stammende Taufengel (Abb. rechts) im Altarraum,der 1953 erneuert wurde.

Die jetzige Orgel ist ein Werk des Werdauer Orgelbaumeisters Gotthilf Bärmig. Durch ihre barocke Disposition mit historischer Stimmung entspricht ihr Klangbild dem Ideal aus der Bauzeit unserer Kirche. Sie verfügt über 2 Manuale, Pedalwerk, 25 Register, 1461 Pfeifen, Tremulant, Manual- und Pedalkoppel.

2012 wurden die 60 Jahre alten Stahlglocken durch 3 neue Bronzeglocken ersetzt. Ein neuer Glockenstuhl wurde eingebaut. Die neuen Glocken wurden am 22. Juni 2012 in der Glockengießerei Grassmayr in Innsbruck gegossen. Am 1.9.12 fand im Rahmen des 275jährigen Kirchweihjubiläums die Glockenweihe auf dem Marktplatz statt. Am 4. Advent konnten die Glocken zum ersten mal im Gottesdient läuten.

kleine Glocke  280kg Inschrift: BEI DIR IST DIE QUELLE DES LEBENS (Ps 36,10)                      

mittlere Glocke  450 kg Inschrift: SUCHET DER STADT BESTES UND BETET FÜR SIE. (Jer 29,7)

große Glocke   770 kg Inschrift: ICH LEBE UND IHR SOLLT AUCH LEBEN. (Joh 14,19)

Ihren Namen hat unsere Kirche von ihrer Vorgängerin übernommen, einem schlichten ,Waldkirchlein" aus Holz. Dieses wurde 1653 geweiht, 5 Jahre nach Beendigung des dreißigjährigen Krieges. Der Name „Zum Friedefürsten" wurde ihr verliehen, „um anzudeuten, dass unser Gotteshaus ein neuer Beweis sei, wie wir Menschen die höchsten Segnungen dem Frieden verdanken." Pate stand hier der Prophet Jesaja, der im 9. Kapitel schreibt: „Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen die da wohnen im finsteren Lande, scheint es hell ... Denn du hast ihr drückendes Joch, die Jochstange auf ihrer Schulter und den Stecken ihres Treibers zerbrochen ... Denn jeder Stiefel, der mit Gedröhn dahergeht, und jeder Mantel, durch Blut geschleift, wird verbrannt und vom Feuer verzehrt. Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heiß, Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friedefürst; auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende... "

Das Kirchgebäude mit seinen 3 Emporen, dem mehrfach geschwungenen Schieferdach und seiner Zwiebelkuppel hat eine Höhe von insgesamt 45 Metern. Etwa 800 Personen finden in ihm Platz.